#51 | easystreet-Festival 2020 - tiny edition

Liebe Leute,

 

über das tolle easystreet-Festival habe ich an dieser Stelle ja schon bebildert berichtet. Auch dieses Jahr sollte es wieder stattfinden, sogar im Rahmen des Stadtjubiläums Freiburg 2020. Doch - ihr ahnt es - hat Corona auch hier zugeschlagen und die Pläne gingen k.o. In Zeiten von social distancing ist ein Kleinkunstfestival im öffentlichen Raum, das möglichst viele Menschen anlocken und begeistern möchte, nicht durchzuführen. Das ist bitter, v.a. für die Künstler, denen Corona die Einnahmen wegbrechen lässt.

Als nach den langsamen Lockerungen Kulturveranstaltungen unter gewissen Auflagen wieder möglich schienen, hat sich das Orga-Team daran gemacht, eine tiny edition auf die Beine zu stellen. Nur mit lokalen Künstlern. Und nicht in den Straßen, sondern auf einem Grillplatz im Grünen am Sternwaldeck. Mit begrenzter Teilnehmerzahl. Die nur nach vorheriger Anmeldung Einlass bekamen. Daher wurde auch kaum Werbung gemacht für das Festival, es durften ja eh nur wenige kommen. Und die beiden Tage waren ausverkauft.

 

 

 

Ich trete wohl weder den Organisatoren noch den Künstlern auf den Schlips wenn ich sage, dass die diesjährige tiny edition nicht mit den bisherigen Festivals mithalten konnte. Denn das lag nicht an den Künstlern, die waren toll. Und nicht an den Organisatoren, denn das Festival war prima organisiert (und vielen Dank, dass ihr überhaupt die Motivation hattet, erneut ein Festival zu organisieren!). Es liegt daran, dass die Atmosphäre eine andere ist, wenn der Austragungsort ein abgegrenzter Platz im Wald ist. Ohne Publikumsverkehr. Mit wenigen Menschen. Die Abstand zueinander einhalten. So kann nicht die gleiche Stimmung aufkommen. Wir Menschen sind nicht gemacht für Distanz, wir brauchen die Nähe, den unmittelbaren Kontakt. Freude wird ja bekanntlich mehr, wenn man sie teilt. Je mehr da sind zum Teilen, umso besser.

Hoffen wir, dass dem Virusspuk bald ein Ende gesetzt werden kann. Wir Menschen brauchen einander. Brauchen Kutlur. Und die Künstler, brauchen uns. Das Publikum. Auch das zahlende. Bis dahin, müssen Politik und Gesellschaft den Künsltern durch diese Zeit helfen.

 

P.S. Shiva Grings, Gründer des easystreet-Festivals, hat die Zeit genutzt und ein Buch über das Leben und Arbeiten als Straßenkünstler geschrieben. Mit dem Kauf könnte ihr euch einlesen in so ein Künstlerleben und ihn unterstützen. 

 

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Alle Bilder wurden mit einer Nikon D7500 und entweder dem Sigma 18-35 mm f1.8 Art oder dem Tamron 70-200 mm f2.8 Di VC USD gemacht.

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