#14 | Happy New Year 2018!



Feuerwerksfotografie an Silvester


2017 ist Geschichte, willkommen (in) 2018. War ich noch letztes Silvester mit natürlichem Licht unterwegs, so habe ich mich dieses Jahr an künstlichem, Feuerwerks-Licht versucht. Von diesem - meinem ersten - Feuerwerk-shooting möchte ich hier berichten.


Location


Im Vorfeld habe ich überlegt, von wo aus ich das Silvester-Feuerwerk fotografieren möchte. Es bieten sich natürlich vor allem Aussichtspunkte an. So in Freiburg der Schlossberg, der Lorettoberg oder die Sonnhalde mit Blick über Freiburg. Doch ich bin davon ausgegangen, dass es von diesen bekannten Locations schon genügend Silvester.-Bilder gibt. Freiburgs Neuer Platz der Alten Synagoge ist erst 2017 fertiggestellt worden, somit gibt es noch keine Silvester-Bilder von diesem Platz aus. Da ich den Platz toll finde und auch weil ich zu den ersten gehören wollte, die Silvester-Bilder dieses Platzes gemacht haben, entschied ich mich also für diese Location. Das bedeutet aber die Schwierigkeit, von unten aus sowohl den Platz als auch genügen Himmel und somit Feuerwerk aufs Bild zu bekommen. Eine Möglichkeit ist, das Hochkant-Format zu wählen. Das bedeutet aber, weniger vom Platz auf dem Bild zu haben. Möchte man im Querformat fotografieren, kommt man also um ein Superweitwinkel nicht drum herum. In meinem Fall habe ich das AF-S NIKKOR 10-24mm 1:3,5-4,5 G ED an meiner Nikon D5100. Und man kommt um gewissen Verzerrungen und Kippungen aufgrund des extremen Weitwinkels nicht herum. Manche versuchen dies, nachträglich in Photoshop zu korrigieren, ich finde das aber häufig nicht so gelungen, manche Gebäude sehen so seltsam aus, dass ich die "natürliche" Verzerrung (natürlcih mit der Objektiv-Korrektur in Lightroom) bevorzuge.



Belichtung


Um das Rauschen gering zu halten, habe ich ISO 100 gewählt. Als Kompromiss zwischen ausreichend Tiefenschärfe, genügend Lichteinfall, sternform von punktförmigen Lichtquellen (Sonnenstern) habe ich Blende 13 genommen. Mit der Belichtungszeit habe ich herumgespielt, lag meist aber zwischen 10 und 25 Sekungen. zum Jahreswechsel, als die meisten Raketen starteten, habe ich auch dtl. kürzere Zeiten (3-6 Sekunden) gewählt, da sonst zu viele Explosionen sich überlagert hätten und das Bild z überfrachtet (und auch zu hell) geworden wäre. Und natürlich braucht es ein stabiles Stativ, in meinem Fall mein neues Manfrotto 190er mit dem Tiltall BH20-Kugelkopf.



Das Feuerwerk


Hier zeigte sich, dass ein Silvester-Feuerwerk nicht das beste Motiv ist, um tolle Feuerwerksaufnahmen zu machen, denn: die Raketen sind vom Effekt her eher klein, Meist sieht man eine Leichtspur vom Aufsteigen der Rakete. Bodennahe Effekte und v.a. Mehrschussbatterien (keine Ahnung wie die richtig heißen) machen viele unschöne Lichtspuren auf dem Bild. Auch geht es recht "chaotisch" zu, halt dezentral. Für tolle Feuerwerksaufnahmen würde ich beim nächsten Mal ein veranstaltetes Feuerwerk wählen, da die Leuchteffekte imposanter und somit fotogener sind.


Nachbearbeitung


In der Nachbearbeitung habe ich - wie immer - "nur" Lightroom eingesetzt. Die Objektiv-Korrektur habe ich aktiviert, die Belichtung angepasst, Kontrast etwas erhöht, Klarheit dezent erhöht. Mal die Lichter leicht heruntergenommen, mal aber auch erhöht, abhängig vom jeweiligen Bild. Fertig. Mehr nicht.


Herausgekommen sind, wie ich finde, einige ansehenswerte Aufnahmen. Ich bin froh, von keinem Querschläger getroffen worden zu sein, denn leider meinten einige Feierwütige, Raketen lieber horizontal als vertikal abzufeuern. Bis heute verstehe ich nicht, wo da der Spaßfaktor liegt.



Ich wünsche Euch allen ein gesundes neues Jahr. Allen Fotobegeisterten wünsche Ich außerdem stets gut LICHT (undNICHT) !!!





© LICHTundNICHT